Jerez de la Frontera

Zum Pflichtprogramm in Jerez de la Frontera gehört der Besuch einer bodega, wo man die Herstellung des Sherry gezeigt bekommt - und diesen auch verkosten kann. Als Orientierung in der Stadt kann die verkehrberuhigte Calle Larga dienen, die die beiden Touristeninformationen an der Plaza del Arenal und am Convento de Santo Domingo verbindet: hier erhalten Sie aktuelle Informationen zu Bodega-Besuchszeiten (müssen zumeist mindestens einen Tag im Voraus angemeldet werden; aktuelle Zeiten und Anmeldeinformationen auch über www.webjerez.com), Stadtpläne, Informationen über Veranstaltungen etc.

An der Plaza del Arenal liegt auch der Alcázar, die alte maurische Befestigungsanlage, die in den letzten Jahren aufwendig restauriert wurde. Westlich der Calle Larga lohnt ein Rundgang durch das Barrio de Santiago, das Viertel der gitanos, mit engen Gassen und vielen interessanten Kirchen. Jerez ist auch ein Flamenco-Zentrum, so dass hier insbesondere der Besuch im Centro Andaluz de Flamenco lohnt (Plaza de San Juan, wochentags 09.00 - 14.00 Uhr). Spannend ist auch das archäologische Museum (Plaza del Merdado) mit griechischen, iberischen, römischen, westgotischen und maurischen Fundstücken.

Flamencofreunde können in einer Bar oder peña (Flamenco-Club) in Jerez guten Flamenco hören, Informationen über interessante Veranstaltungen erhalten Sie im Centro Andaluz de Flamenco oder in der Touristeninformation. Für Pferdefreunde ist die Real Escuela Andaluz de Arte Ecuestre ein Muss, in der die weltberühmten tanzenden Pferde zu sehen sind, neben den Aufführungen Dienstags und Donnerstags (15.07. - 15.10. auch freitags) können Montag und Mittwoch die Proben und Ställe besichtigt werden. (www.realescuela.org)

Unterkunft:

Preiswerte Unterkünfte finden sich östlich der Calle Larga, empfehlenswert sind z.B. das Hostal Sanvi und Hotel/Hostal San Andrés, c/Morenos 10, 12 & 14. Gute Mittelklassehotels sind La Albarizuela, c/Honsario 6, Tel. 956 34 68 62 (preiswerter, wenn sie ohne Reservierung einchecken) und Hotel Doña Blanca, c/Bodegas 11, Tel. 956 34 87 61, www.hoteldonablanca.com.

Ausgesprochen gute Kritiken bekommt auch das Hotel Casa Grande, Plaza de las Angustias 3, Tel. 956 345070, www.casagrande.com.es.

Essen und Trinken:

Jerez bietet gute Küche für jeden Geschmack und Geldbeutel. Charakteristisch sind die freidurías, wo man gebratenen Fisch kauft und mit diesem in die nächste Bar geht, wo man die Getränke dazu bestellt. Zu den besten gehören El Boquerón de Plata (Plaza de Santiago, im Barrio de Santiago) und die Freiduría Gallega (c/Arcos 5, in der Nähe des Marktes).

Ansonsten kann es in Jerez natürlich nicht an Bars mangeln, in denen man einen fino mit tapas probieren kann, schön sind z.B. die beiden nebeneinander liegen Bars La Manzanilla und La Reja (c/Veracruz, am Markt). Beeindruckend ist das Angebot an tapas und fino in der Bar Juanito (c/Pescadería Vieja 4, westl. der Plaza del Arenal), die vielen als beste Tapas-Bar in Jerez gilt.

Wer lieber richtig essen gehen möchte, findet eine hervorragende baskisch-andalusische Küche im Restaurante Gaitán, c/Gaitán 3 (nicht weit vom Convento de Santo Domingo), Tel. 956 345859. Eine der Spezialtiäten des Hauses ist cordero (Lamm) al brandy. Eine andere hervorragende Adresse ist das Restaurante Mesa Redonda, c/Manuel de la Quintana 3 (in der Nähe des Royal Sherry Park Hotel), Tel. 956 340069 - eine der kulinarischen Institutionen der Stadt.

    © Jürgen Paeger 2004 - 2007