Wo die Adler fliegen

Praktische Reisetipps

Ausgangsorte:

Der Naturpark ist so groß und die Verbindungen auf schmalen Bergstraßen so zeitraubend, dass für eine vollständige Erkundung mindestens drei Standorte in Betracht gezogen werden sollten: der Ort Cazorla, das Innere des Naturparks entlang der Carretera del Tranco und der Osten der Sierra de Segura.

Cazorla bietet sich an, um den südlichen Teil des Naturparks zu erkunden und ist der ideale Standort für die Touren 29 und 30 aus dem >> Buch. Das kleine Bergstädtchen besitzt einige schöne Plätzchen: Zuerst kommt man an die Plaza de la Constitución (hier hält auch der Bus), der eigentliche Hauptplatz ist die Plaza de la Corredera, und dahinter kommt man durch verwinkelte Gassen zur malerischen Plaza de Santa María. Von hier aus sieht man das ehemals maurische Castillo de la Yedra, das nicht nur wegen des

Cazorla, Plaza de la Corredera

Cazorla, Plaza de la Corredera. © Jürgen Paeger

Volkstumsmuseums einen Besuch wert ist, sondern auch wegen der schönen Aussicht vom Turm wegen..

Kulturtipp

Cazorla ist im Sommer Austragungsort des Festivals Blues Cazorla; das aktuelle Programm ist unter www.bluescazorla.com abrufbar.
 

2 km weiter an der Straße Richtung Naturpark, der “Carretera del Tranco” (A-319) liegt der kleine Ort La Iruela, der ebenfalls von einer maurischen Burg überragt wird.

Die Carretera del Tranco ist die Landstraße, die vorbei am Stausee del Tranco in das Innere des Naturparks führt. Sie ist von einigen Hotels gesäumt und erspart die Anfahrt bei Wanderungen im Inneren des Naturparks, z.B. die Tour 28. Ein schöner Standort ist auch das Hotel an der Puente de las Herrerias, von dem aus einige lohnende Wege starten.

Der nordöstliche Teil der Sierra ist weniger besucht (und mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht zu erreichen), bietet aber für Reisende mit eigenem Transport hervorragende Wandermöglichkeiten. Unterkünfte bieten die Orte wie Hornos, Segura de la Sierra und Santiago de Espada sowie einige hervorragende Landhotels an den schmalen Straßen, die das Gebiet durchziehen.

Ausflugstipps Baeza und Úbeda

Die Anreise über Jaén auf der A-316 führt an den beiden Renaissancestädtchen Baeza und Úbeda vorbei, die zum Weltkulturerbe gehören und unbedingt einen Besuch lohnen. Unter anderem der geniale Architekt Andrés de Vandelvira wirkte hier während der Renaissance, baute Kirchen und private Paläste. Ermöglicht wurden diese durch den Reichtum, den die im 16. Jahrhundert boomenden Textilproduktion brachte. Die Sehenswürdigkeiten von Baeza finden sich alle rund um den Plaza de España und den Paseo de la Constitución, an dessen anderem Ende der Plaza del Pópulo liegt. Zu den schönsten Palästen gehört der Palacio de Jabalquinto, an dessen Fassade der maurische Einfluss unübersehbar ist; die Kathedrale wurden von Vandelvira erbaut. In Úbeda finden sich die Sehenswürdigkeiten rund um den Plaza Vázquez de Molina (der Ausschilderung zur “Zona Monumental” folgen), einem wunderschönen Renaissanceplatz. Besonders lohnenswert sind die Erlöserkirche Capilla del Salvador, ebenfalls von Vandelvira erbaut, der Stadtpalast Casa de los Torres und ein Besuch in Úbedas Töpferviertel.

Anreise:

Mit dem PKW: Aus dem Westen Andalusiens (Sevilla, Córdoba) ist die wichtigste Route die N-322, die von Linares nach Albacete führt (Abfahrt von der A-44 Bailén). Ab Jaén wird man auf der A-316 über Baeza nach Úbeda zu fahren, wo diese auf die N-322 trifft. Bei Torreperogil geht es dann über die A-315 nach Peal de Becerro, hier ab nach Cazorla (A-319) und über La Iruela weiter in das Innere des Naturparks (A-319, “Carretera del Tranco”). Diese Straße mündet in der A-317, die nach (links) Segura de la Sierra und (rechts) Hornos und Santiago de la Espada führt. Ab Santiago führt eine Straße entlang des Río Zumeta und des Río Madera, zwei hervorragende Wandergebiete in der Sierra de Segura. Die Straßen sind schmal, schnell geht es hier nicht voran. Aus dem Südosten, etwa Almería oder dem Wandergebiet >> Sierra de María, reist man am besten über die A-317 an, die über Puebla de Don Fadrique nach Santiago de la Espada führt (von Almería über die A-92 nach Vélez-Rubio). Aus dem Süden (Granada) fährt man am besten auf der A-92 bis Baza, und von dort über die A-315 über Pozo Alcín in das Gebiet. Busse: Nach Cazorla von Granada über Jaén und Úbeda (Alsina Graells), entlang der Carretera del Tranco 2 nur Busse am Tag. Keine Linienbusse im Nordosten. (Die Bahn ist auch keine Alternative: der nächstgelegene Bahnhof, Linares-Baeza, liegt 70 km von Cazorla entfernt.)

Unterkunft:

Cazorla: *Hotel Guadalquivir, Tel. 953 72 02 68: gutes, preiswertes und zentral gelegenes Hotel, viele Wanderer übernachten hier. Weitere gute und preiswerte Angebote sind das Hostal Betis, Tel. 953 72 05 40 (an der Plaza Corredera) und das Hotel Andalucía, Tel. 953 72 12 68. Das schönste unter den luxuriöseren Angeboten ist die Villa Turística de Cazorla, Tel. 953 71 01 00, www.villacazorla.com (vom Plaza de la Constitución über die Brücke).

Daneben gibt es einige schöne Landunterkünfte außerhalb des Ortes. Nahe der Plaza de Santa María findet sich die schöne alte Mühle La Farraga, Tel. 953 72 12 49, www.molinolafarraga.com. Für Reisende mit eigenem Transport kommen zudem das ca. 1 km außerhalb von La Iruela gelegene Hotel La Finca Mercedes, Tel. 953 72 10 87, und das 7 km außerhalb gelegene Landhotel Hotel de Montaña Riogazas, Tel. 953 12 40 35, www.riogazas.com, beides sehr angenehme Aufenthaltorte, in Frage.

Carretera del Tranco: Entlang der Straße in den Naturpark finden sich zahlreiche Hotels, zu den teureren gehört das Hotel Noguera de la Sierpe, Tel. 953 71 30 21, www.lfhoteles.com, ein umgebauter cortijo, der auch von Jägern sehr geschätzt wird. Preiswerter und angenehm sind das Hotel La Hortizuela, Tel. 953 71 31 50, www.turismoencazorla.com/hortizuela.html?78678, das Hotel Mirasierra, Tel. 953 71 30 44, www.hotel-mirasierra.com (mit gutem Restaurant) und das Hotel Paraiso de Bujaraiza, Tel. 953 12 41 14, www.paraisodebujaraiza.com. Ein guter Ausgangspunkt für Wanderungen ist auch der Campingplatz Puente de las Herrerías, der auch Hotelzimmer und Holzhütten anbietet (www.puentedelasherrerias.com/, Tel. 953 72 70 90).

Hornos: Hostal El Cruce, Tel. 953 49 50 35, preiswerte gute Zimmer (und gutes Restaurant), Hostal El Mirador, Tel. 953 49 50 19, schöne Aussicht über den Stausee

Segura de la Sierra: Das Albergue Jorge Manrique, Tel. 953 48 04 14, eine Herberge, bietet auch preiswerte DZ mit Bad. Die schönste Unterkunft ist das Los Huertos de Segura, www.loshuertosdesegura.com, Tel. 943 48 04 02 (hier gibt es auch Blätter mit Wandertouren), eine Alternative sind die Apartments, die die beiden Restaurants Mirador de Mesia de Leiva (www.messiadeleiva.com, Tel. 953 48 08 06) und La Mesa Segureña (www.lamesadesegura.com, Tel. 953 48 21 01) vermieten.

Santiago de la Espada: **Hotel San Francisco, www.hotelsan-francisco.com/, Tel. 953 43 80 72, große, preiswerte Zimmer,

Zu den besten Landhotels gehören in Río Madera die Hospedería Río Madera, Tel. 953 12 62 04 und im Tal des Río Zumeta/Río Segura die Hospedería Río Zumeta, Tel. 953 437 712. Beide haben gute Restaurants, wanderkundige Besitzer und verkaufen Wanderkarten und -führer.

Baeza und Úbeda bieten beide einige hervorragende Hotels in Stadthäusern an, die zu einem Aufenthalt in diesen Städten passen: In Baeza sind dies die Hotels Fuentenueva (www.fuentenueva.com), Puerta de la Luna (www.hotelpuertadelaluna.com) und Hotel Santa Ana (www.palacetesantana.com); in Úbeda Hotel María de Molina (www.hotel-maria-de-molina.com), Hotel Ordóñez Sandoval, Tel. 953 795187, Palacio de la Rambla, (www.palaciodelarambla.com), Nueve Leyendas (www.hotelnueveleyendas.com) und Las Casas del Consul (www.lascasasdelconsul.com). Außerdem gibt es hier den direkt am Plaza de Vázquez de Molina gelegenen Parador: Wer hier nicht schläft, sollte wenigstens die Bar besuchen.

Essen und Trinken:

Die Sierras de Cazorla, Segura y Las Villas sind ein riesiges Jagdgebiet, entsprechend gibt es hier viel Wild auf den Speisekarten, neben Hase und Steinbock aber auch Lamm und Ziegen, im Herbst kommen Pilze dazu.

Cazorla: Tapas-Bars finden sich an allen Plätzen des Ortes: An der Plaza de la Constitución sind Bar Sola und Bar Rojas zu empfehlen, an der Plaza Corredera La Montería, Bar Nino und Bar Rincón Serrano, an der Plaza de Santa Maria Bar Julián. Das beste Restaurant im Ort ist La Sarga, Tel. 953 72 15 07, wo die lokalen Spezialitäten auf dem Speiseplan stehen. Preiswerter kann man diese im Mesón Don Chema probieren.

Carretera del Tranco: Die genannten Unterkünfte verfügen über Restaurants.

Hornos: Das Restaurant des Hostal El Cruce ist gut, daneben empfiehlt sich das Restaurante Raisa.

Segura de la Sierra: Das besten Restaurant sind El Mirador de Mesia de Leiva und La Mesa Segureña, geboten wird in beiden Fällen lokale Küche.

Santiago de la Espada: Das einzige Restaurant ist das des Hotels San Francisco

Das Restaurant der Hospedería Río Madera (s.o.) genießt einen guten Ruf weit über den Ort hinaus.

Baeza und Úbeda bieten auch hervorragende Restaurants, in Baeza etwa Casa Juanito, Paseo Arca del Agua, Tel. 953 740440 - beste Regionalküche, und Andrés de Vandelvira, c/ San Francisco 14, Tel. 953 748172 - moderne Regionalküche. Gute Tapas auch im El Arcediano, nahe der Plaza de España. In Úbeda El Seco (beim Rathaus, Tel. 953 791452 - klassische Regionalküche), Asador de Santiago (Tel. 953 750463 - kreativ und klassisch), das Restaurant des Paradors (Tel. 953 750345 - modern interpretierte Regionalküche) und Alvar Fañez im gleichnamigen Hotel (Tel. 953 796043 - hervorragende Regionalküche).

Weitere Informationen:
>> Offizielle Webseite des Naturparks (spanischsprachig)
>>
Offizielle Touristeninformation des Naturparks (spanischsprachig)
Eine interessante Website mit schönen Fotos und Informationen über den Naturpark ist die von Rolf Möhring betreute (>>
www.promolasvillas.de), auf der auf Ferienunterkünfte angeboten werden.

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© Jürgen Paeger 2004 - 2010