Touren im DUMONT Wanderführer Andalusien


Im >> DuMont Wanderführer Andalusien sind folgende Wanderungen im Naturpark Los Alcornocales beschrieben:

Tour 6: Durch prächtige Eichenwälder - Von La Sauceda auf den Pico del Aljibe: Wanderung durch wunderschöne Kanaren- und Korkeichenwälder entlang eines subtropisch anmutenden Flusstales auf den Pico del Aljibe, den höchsten Gipfel des Naturparks (einfach bis mittelschwer, 3.30 Std. Gehzeit).

 

Tour 7: Auf den Picacho - Durch schattige Wälder zum Aussichtsberg: Diese Wanderung verläuft im Naturpark Los Alcornocales durch Korkeichenwälder und die Galeriewälder des Río Puerto Oscuro. Sie endet mit dem Aufstieg auf den Picacho, von dem wir eine schöne Aussicht auf den Naturpark haben (leicht, 3 Std. Gehzeit).

 

Zu diesen beiden Touren gibt es einen >> aktuellen Hinweis die Genehmigungen betreffend; Tour 7 ist nicht mehr genehmigungspflichtig.

Foto des Picacho im Naturpark Los Alcornocales, Andalusien
Der Picacho: Auf diesen Gipfel führt die Tour 7. Foto: Jürgen Paeger.

Weitere Wanderwege

Im Naturpark sind eine Reihe weiterer Wanderwege vorhanden, z.T. sind diese markiert. Zu den schönsten gehören:

Der Fernwanderweg GR-7 verläuft durch den Naturpark bzw. an seinem Rand entlang. Die einzelnen Tagesetappen können auch als eigenständige Wanderungen begangen werden:

  • Tarifa – Los Barrios
  • Los Barrios – Castillo del Castellar
  • Castillo del Castellar – Jimena de la Frontera
  • Jimena de la Frontera – Ubrique

Im Norden des Gebietes:

  • Sendero de Laja Alta: Der Weg beginnt an km 75 der Landstraße Jimena de la Frontera - Puerto de Galiz (C-3331). Der Weg führt zur Laja Alta, wo bronzezeitliche Felszeichnungen zu finden sind, die u.a. Boote zeigen: offenbar hatten die Menschen damals schon Beziehungen zur Bucht von Algeciras, die um diese Zeit von den Phöniziern besiedelt war (leicht - mittel, 3 Std. hin und zurück). Zur Laja Alta führt auch ein Weg von Jimena de la Frontera aus, siehe unten.

In Jimena de la Frontera in der Touristeninformation (unterhalb des maurischen Schlosses von Jimena) sind Informationsblätter mit Wegskizzen zu 6 Wanderungen erhältlich. Die schönsten sind:

  • Ruta 1: Río Hozgarganta: Kurzer, aber sehr schöner Weg vom Ort an den Río Hozgarganta, einem der schönsten Flüsse im Naturpark. Lohnt vor allem im Frühjahr/Frühsommer (bis Juni), im Sommer führt der Fluss meist wenig Wasser (leicht, 1.30 Std.). Der Weg ist identisch mit dem “Sendero de Hozgarganta” des Naturparks.

Foto des Río Hozgarganta bei Jimena de la Frontera, Andalusien
Der Río Hozgarganta bei Jimena de la Frontera. Hier finden sich auch schöne Badestellen. Foto: Jürgen Paeger.

  • Ruta 3: Cañuelo - Molinos San Francisco: Weg zu den Ruinen der Wassermühle San Francisco am Arroyo del Cañuelo, einem Zufluss des Río Hozgarganta (mittelschwer, 3 Std.).
  • Ruta 4: Vereda de Ubrique a Las Asomadillas: Dieser Rundweg führt von Jimena über den alten Maultierweg nach Ubrique (und Sevilla) und einen Forstweg zum Aussichtspunkt Las Asomadillas an der Straße Jimena - Puerto de Galiz und von hier aus zum Río Hozgarganta und zurück nach Jimena (mittelschwer, 3 Std.).
  • Ruta 6: A la Laja Alta por la vereda Gamero: Dieser Weg führt entlang des Río Hozgarganta und des Arroyo Gamero zur Laja Alta mit ihren bronzezeitlichen Felszeichnungen (siehe oben: Sendero de Laja Alta; mittelschwer, 4 Std.).

 Im zentralen Teil des Gebietes:

  • Sendero del Palancar: Der Weg startet vom km 85 der Landstraße Jerez - Los Barrios (A-381) und führt durch Korkeichen- und Kiefernwälder zum Stausee Charco Redondo (leicht - mittel, 2.30 Std.)

Im Süden des Gebietes:

  • Sendero del Santuario de Bacinete: Der Weg beginnt an der Straße Los Barrios - Facinas und führt durch Ölbaum- und beweidete Korkeichenwälder zu Höhlen mit prähistorischen Felszeichnungen und in die Felsen gehauene prähistorische Gräber (die möglicherweise auch nur Erosionsformen sind) (leicht, 1,5 Std.).
  • Smilie Sendero del Tiradero: Der kurze Weg beginnt ebenfalls an der Straße Los Barrios - Facinas und führt durch einen der schönsten Kanareneichenwälder Spaniens überhaupt sowie durch den Galeriewald des Arroyo Tiradero (leicht, 1.30 Std.).
  • Smilie Die Berge im Süden des Gebietes mit ihrer traumhaften Aussicht nach Afrika lassen sich an verschiedenen Stellen erwandern. Besonders lohnend ist der Weg auf den Tajo de las Escobas (die “Säule des Herkules” in der Sierra de la Luna): Der Weg folgt einer Piste, die am km 95 der N-340 Tarifa - Algeciras beim Puerto des Bujeo ins Gebirge abzweigt. An der Verzweigung nach 100 m geht es links. Der Weg führt ins Tal des Río Guadalmesí und weiter zum Puerto del Palancar (1 Std.), hier geht es rechts weiter und an den Llanos del Juncal mit einem schönen Kanareneichenwald vorbei zum Gipfel (2.15 Std.). Die Aussicht von hier ist unvergleichlich. Die Llanos del Juncal sind Ausgangspunkt verschiedener Touren aus weitere Gipfel der Umgebung; als Rückweg können wir den Weg über den Vacas (647 m) wählen, der mitten durch die Llanos del Juncal führt (am Abstieg nach der 2. Kehre in den Waldweg links einbiegen und immer dem Kamm im Osten des Tal des Guadalmesí bis zum Gipfel folgen; von hier Pfad zurück zum Aufstiegsweg (4 Std., mittelschwer; für die Durchquerung der Llanos del Juncal [beim Rückweg über den Gipfel des Vaca] muss eine Genehmigung im Besucherzentrum "El Aljibe" (Tel. 856 587 508) eingeholt werden. Dieses liegt etwa einen Kilometer außerhalb von Alcala de los Gazules an der A-2228 Richtung Benalup Casas Viejas.
  • Sendero del Río de la Miel: Kurzer Weg vom Stadtteil El Cobre in Algeciras (an der N-340 Algeciras – Cádiz ist die Abfahrt ausgeschildert, danach immer durch den Ort; der Weg beginnt links neben dem Abzweig zur Schule “Nuestra Señora del Cobre”; Hinweisschild des Naturparks) an den Río de la Miel, einen typischen canuto mit subtropisch anmutender Vegetation. Nach einem Stück auf einem Feldweg, der zur Molino Escalona führt, einer der wenigen noch heute funktionierenden Wassermühlen, überquert der Weg auf einer mittelalterlichen Maultiertreiberbrücke den Fluss. Die Brücke belegt die historische Bedeutung des Weges, auf dem einst Waren von der Bucht von Algeciras nach Medina Sidonia und zur Bucht von Cádiz transportiert wurden.

    Nach der Brücke führt der Weg rechts am Fluss entlang, wo wir Vegetation aus Schwarzerlen betrachten können, die einen Galeriewald bilden. In diesem geschützten Lebensraum kommen Pflanzen vor, die sonst nur in den Subtropen anzutreffen sind. Der Weg kommt dann an die Ruine der Wassermühle Molina del Águila, wo wir oben das System der Wasserleitungen (cao) sehen können, die sich in diesem Fall teilt und in zwei Fallrohren die (in diesem Fall also zwei) Mühlräder antrieb. Von hier aus geht es wieder zurück vom Fluss, wo der offizielle Wanderweg an einem Wasserfall endet. (2,5 km, 1 Std., leicht).

    Oberhalb des offiziellen Weges gibt es ein ganzes Wegsystem, dass z.B. von der Ruine der Wassermühle aufwärts erkundet werden kann. Dabei eröffnen sich neben weiteren Etappen am Fluss auch schöne Ausblicke in das Tal und zurück auf die Bucht von Algeciras. Er führt bis zur Quelle des Flusses ca. 6 km oberhalb; manche Passagen erfordern “Kraxelei”.

Die Wanderungen des Naturparks sind in einer Broschüre (“Senderos en el Parque Natural Los Alcornocales”) zusammengestellt, die es in den Informationszentren des Naturparks (>> Praktische Reisetipps) gibt.

 Weiter zu:

>> Praktische Reisetipps (Ausgangsorte, Anreise, Unterkunft, Essen & Trinken)

© Jürgen Paeger 2004 - 2017